The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Selbst-Organisation: Ruhig mal Old School im New-Biz

Bulletproof: Dein Notizbuch macht Dich kugelsicher

Ein Beitrag von Tanja Kaiser

Gar nicht hightech – und trotzdem ganz schön multifunktional: Das gute alte Notizbuch. Wer es nutzt, beweist nicht nur guten Stil, sondern bleibt in allen Lebenslagen bulletproof. Warum? Hier eine anonyme – aber wahre – Geschichte aus der Coaching-Erfahrung …

Wir nehmen das Ende des karrieretödlichen Vorfalls  – ohne kugelsichere Notizbuch-Weste vorweg: „Sie dürfen Ihre Probezeit leider nicht als bestanden betrachten. Es tut uns leid, aber der Umstand, dass Sie die weitere Mitarbeit an Projekten verweigert haben, zwingt uns leider zu dieser Entscheidung.“ Der Blick des Senior Managers ist eisig. Daran ändert auch nichts die hilflose Reaktion der Junior-Managerin:  „Das habe ich aber doch so gar nicht gesagt!„Offenbar doch! Steht ja so im Besprechungsprotokoll der Kollegin..!“ Für den Vorgesetzten aufgrund der Indizienlage ein geradezu glasklarer Fall: Schon wieder so eine Nachwuchs-Lusche, die nix kann! Obendrein renitent und aufsässig ….

Notizbuch Stift

 

Ein Blick zurück. Die Indizienlage: Ein Besprechungsprotokoll – geführt von der langjährigen Assistentin des Leiters für internationales Product Management. Sie war gebeten worden, stellvertretend für o.g. Senior Manager, im Team einige aktuelle Projekt-Sachstände abzufragen. Im Unternehmen hält man viel von kooperativem Miteinander und findet, dass Up Dates – über die unpersönlichen Status-Listen hinaus – gerne im Rahmen von Besprechungen stattfinden können. Das macht es ja schließlich um einiges persönlicher und obendrein viel netter…

… Als nett empfand die Junior Managerin den Vermerk im anschließend von der Assistentin des Chefs erstellten Protokoll nicht. Schließlich fand sich hier die eindeutig formulierte Feststellung, sie weigere sich, an weiteren Projekten zu arbeiten, da sie einige Arbeitsbedingungen bemängele.  Zerstörerisch! Und unrichtig!

Was war passiert?
Eigentlich nichts besonders. Im Gegenteil: Die Rahmenbedingungen des hektischen Tagesgeschäfts bringen es fast überall mit sich, dass Sachstände und Mitteilungen auf das Wesentliche subsummiert und gestrafft werden. Und das klappt eben nicht immer – und schon gar nicht überall! So auch im Meeting unseres Fallbeispiels. Die Junior Managerin hatte im Rahmen des Updates auf einige Hemmnisse im Projektverlauf verwiesen – und mit Blick auf zukünftige Projekte auch gleich einige konstruktive Lösungsvorschläge unterbreitet.  Die Assistentin des Leiters für Internationales Product Management, mit dem Daily Business der operativen Ebene wenig vertraut, hatte hierbei diese eher sachdienlichen Hinweise nicht recht einordnen können, als Beschwerde aufgefasst  – und vereinfacht als ebensolche zusammengefasst.

Im Zweifel für den Angeklagten?
Nein. Im beruflichen Kontext hießt es eher: Im Zweifel gegen den Schwächeren! Im Klartext: Wer nicht auf Anwesenheit, Fairness, Qualifizierung zum sachgerechten Verständnis anderer Team-Mitglieder oder Vorgesetzter angewiesen sein möchte, sorgt auf eigene Faust für Sicherstellung der Indizienlage. Denn: Im worst case summieren sich Missverständnisse, kleine Konflikte, unsachgerechte Statements auf – und werden zur konkreten Job-Gefahr.
Lüderitz rät:

Sei Bullet-Proof: Mit Old School im New Biz
Auch für´s New Biz gilt – mit Maßnahmen der alten Schule kommt man weiter! Das gute alte Notizbuch hat nicht nur Stil, sondern auch handfeste Vorteile:

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Der Düsseldorfer Coach für junge Talente weiß aus jahrelanger Management-Erfahrung: Das Notizbuch macht Dich „kugelsicher“

Henryk Lüderitz: „Wer jederzeit in der Lage ist, sich eigene Notizen zu machen, kann später wasserdicht dokumentieren, was wirklich gesagt und abschließend vereinbart worden ist. Für die Notizen, Statements und Protokolle der anderen gilt: Immer prüfen! Um Möglichkeit zur Durchsicht bitten – ggf. ändern, streichen, ergänzen! Vorsicht ist besser als Nachsicht: Wer mit eigenen Notizen Gespräche dokumentiert, signalisiert im Zweifelsfall Überlegenheit!“

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