The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Wer geht eigentlich zum Lüderitz?

Hallo, Coach!

Ein Beitrag von Meike Kühlkamp

Wer sich bei 30 Grad in eine alte Schmiedehalle quält, der braucht einen guten Grund – oder ist verzweifelt. Ob nun angetrieben durch die Hoffnung auf Erleuchtung oder einfach aus Engagement. Tatsache ist: Coaching ist gefragt, nicht nur im Sport. Die volle Anmeldeliste von Business-Coach Henryk Lüderitz beim Karrieretag in Düsseldorf war dafür Beweis genug. Aber was steckt eigentlich dahinter? Ist „kostenlos“ die Antwort aller Dinge? Das wäre doch zu primitiv denkt ihr? Wir auch! Deswegen haben wir das getan, was naheliegt: nachgefragt. Wer sind diese Leute, die einen Coach aufsuchen und was erwarten sie sich vom Gespräch mit Henryk Lüderitz?

 

Dem Feind ein Gesicht geben

Die große Erleuchtung wäre übertrieben, aber dennoch nicht ganz verkehrt. Auch wenn sie alle aus unterschiedlichen Branchen kommen, aus unterschiedlichen Altersklassen, unterschiedliche Ausgangslagen haben. Eines eint sie alle: Irgendwo hakt es. Und nicht nur das. Meist können sie den Haken nicht orten. Im Klartext heißt das: Sie haben ein Problem, kommen an irgendeinem Punkt im Beruf oder auf dem Weg ihrer Karriere nicht weiter. Aber wie etwas dagegen tun, wenn man überhaupt nicht genau sagen kann, woran es scheitert? Einen Feind, den man kennt, kann man schlagen. Gegen einen unbekannten Gegner einen Triumph zu erzielen, ist utopisch. Und genau darin liegt der Punkt: Sie wollen keiner Utopie hinterherjagen. Der Feind soll ein Gesicht bekommen und das möglichst mit der Hilfe vom Profi-Coach.

 

Einen Fokus setzen

Ein abgeschlossenes Studium hat sie in der Tasche, Fachrichtung: Betriebswirtschaftslehre. Sie ist sympathisch, sieht gut aus, ist mit 24 Jahren perfekt geeignet für den Berufseinstieg. Trotzdem trägt sich Gina Dörrenberg in die Anmeldeliste für ein Coaching ein. Warum? „Ich komme in Moment nicht so recht weiter. Mein Problem ist, dass ich mit meinen Noten nur zum Durchschnitt gehöre. Ich steche mit meinen Leistungen nicht so richtig raus.“ Gina ist kein Freak, kein Nerd auf ihrem Gebiet. Was also tun, wenn man sich nicht mit weit überdurchschnittlichen Abschlüssen präsentieren kann? Eigentlich ist es leicht. „Ich dachte ich müsste offener sein, müsste mich in meinen Möglichkeiten und Vorstellungen breiter fächern.“ Nach dem Coaching ist die Lösung aber eine andere: Einen Fokus setzen. Ich muss mich erstmal wieder ordnen, mich in Ruhe hinsetzen. Ich muss meinen Blick fokussieren, auf das, was ich besonders gut kann und was mich auszeichnet!“

 

Gina Dörrenberg im Gespräch mit Henryk Lüderitz. Sie kommt frisch aus dem Studium und ihr fehlt die nötige Orientierung.

Gina Dörrenberg im Gespräch mit Henryk Lüderitz: Sie kommt frisch aus dem Studium und ihr fehlt die nötige Orientierung.

Klarheit für die nächsten Steps

Ähnlich ist es bei Laura Schmitz. Als Studentin der Wirtschaftspsychologie nicht auf den Kopf gefallen, im Interview kompetent, gut gekleidet. „Ich habe einige Bewerbungen hinter mir, viele deprimierende Gespräche.“ Sie hat ganz konkrete Erwartungen an einen Coach. „Meine Frage: Hier bin ich, was soll ich tun? Die Antwort muss lauten: Hier bin ich, ich habe eine Lösung. Und genau so war es dann auch. Ich konnte durch das Gespräch mit dem Coach neue Klarheit gewinnen, weiß jetzt genau, welche Steps ich für mich als nächstes setzen muss. Vielleicht kann man sich das nicht immer vorstellen, dass lediglich ein Gespräch so einen Mehrwert erzeugt, aber man sollte sich einfach mal darauf einlassen. Jemand, der über 10 Jahre Managementerfahrung mitbringt und sich dann noch darauf spezialisiert hat, Leute auf dem Weg in den Beruf/ Karriere zu begleiten, kann einen großen Effekt erzeugen.“

 

Fazit

Sind es lediglich gescheiterte Persönlichkeiten auf der Suche nach dem Lebenselixier, die Beratung beim Coach suchen? Keineswegs! Häufig sind es eben nämlich gerade auch die Leute, die die besten Voraussetzungen auf dem Weg zur Karriere mitbringen, aber einen Wegweiser brauchen, eine andere Perspektive, gezielte Ratschläge vom Experten. Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, wenn der Feind ein Unbekannter ist, oder wenn die Motivation beim letzten Vorstellungsgespräch in der Tonne gelandet ist, kann der Weg zum Coach den Weg „nach oben“ ebnen.

Denn: Einmal die Situation gedanklich verlassen und als objektiver Betrachter zu analysieren, geht nicht immer von allein. Manchmal braucht es dazu eben jemand anderen. Und dieser jemand hat im besten Fall Erfahrung darin, Leute zu lesen, zu motivieren und sie für ihre Stärken und Schwächen zu sensibilisieren und das alles mithilfe seines Know-How aus der echten Welt einer Führungsposition. Erleuchtung scheint ein allzu großes Wort, aber wenn nach 15 Minuten Coaching neue Ziele gesetzt, richtige Wege gefunden und alte Motivationen zurückgeholt wurden, kann man doch zumindest von einem Licht am Horizont der beruflichen Möglichkeiten und Hindernisse reden.

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