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Flexibler als man denkt: Banken & Versicherungen (Teil 2)

„Hier darf man machen!“

Ein Beitrag von Tanja Kaiser

Lang und langweilig. So das Klischee über Karriere-Wege in der Old Economy. Im zweiten Teil unserer Reihe über Banken & Versicherungen stellen wir zwei Young Professionals vor, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Gemeinsamkeit: Erfolg beim Versicherungsunternehmen ARAG – und nicht die Spur von Langeweile im Job …

Valeska Korfmacher (35) ist Abteilungsleiterin beim Versicherer ARAG. Das klingt zunächst einmal nicht besonders spannend. Schließlich ist die Diplom-Pädagogin bereits seit zehn Jahren im Job. Auf den ersten Blick scheint das Klischee erfüllt: Langer Weg, langweilige Position. Doch stopp! Gedanke retour. Der eine oder andere mag´s überlesen haben: Valeska Korfmacher ist ausgebildete Diplom-Pädagogin.

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Zwei junge Führungskräfte, zwei unterschiedliche Karrieren: Zouhair Haddou-Temsamani (37), Hauptabteilungsleiter Produktmanagement National, und Valeska Korfmacher (35), Abteilungsleiterin Vertriebstraining

Ich habe quasi die Bio-Latschen gegen den Anzug getauscht“, erzählt die 35-jährige. Und sie scheint sich wohl zu fühlen im Business-Look. Doch später mehr über Valeska Korfmachers beachtliche Karriere – und warum sie sich ganz bewusst für ihren Weg bei der ARAG entschieden hat ….

Macher-Gen der `ARAG-DNA´

Ein vollkommen anderer Typ, eine vollkommen andere Karriere: Zouhair Haddou-Temsamani hat das Versicherungs-Business von der Picke auf gelernt – anschließend ein berufsbegleitendes Studium (MBA in Insurance) absolviert.

Heute, mit erst 37 Jahren, ist er Hauptabteilungsleiter Produktmanagement National. Sein Credo: Machen. Eine Hands-On-Mentalität, die die junge Führungskraft deutlich ausstrahlt – und vorlebt. „Unter Führung verstehe ich unter anderem das aktive Vorleben unserer Unternehmenswerte.“

Davon hat die ARAG sechs. Schon beim Betreten der Düsseldorfer Unternehmenszentrale fallen sie ins Auge: Die Begriffe Offenheit, Pioniergeist, Weitsicht, Disziplin, Tatkraft und Fairness zieren den Empfangsbereich. Zugegeben: Die Etablierung von Unternehmenswerten ist keine Seltenheit. Die Frage ist, ob sie konsequent gelebt werden. Und vor allem durch wen? Bleiben sprichwörtlich hoch aufgehangene Grundsätze in den Köpfen der Vorstandsabteilungen und Kommunikationsstrategen stecken – oder werden sie auch für den einzelnen Mitarbeiter im Tagesgeschäft erlebbar?

„Diese sechs Werte sind so etwas, wie die ARAG-DNA“, erklärt Zouhair Haddou-Temsamani, „und meine Karriere ist ein lebendiger Beleg dafür, dass diese Werte hier tatsächlich täglich gelebt werden.“

Pioniergeist gefragt

Inwiefern ist das so? Diese Frage richtet sich auch an Thomas Schmidt, Abteilungsdirektor Personalentwicklung. Klar ist: Innovationskraft und Pioniergeist scheinen schon seit Gründung des Unternehmens vor 80 Jahren das Erfolgsrezept des größten Familienunternehmens in der deutschen Assekuranz zu sein. Schließlich hat man sich am deutschen wie auch internationalen Markt einen Namen als innovativer Qualitätsversicherer gemacht. Augenscheinlich darf da der Mut zum Pioniergeist wohl nicht fehlen. Doch inwiefern, stellen die genannten Unternehmenswerte tatsächlich die Grundlagen für persönlichen Erfolg im Unternehmen dar?

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Thomas Schmidt, Abteilungsdirektor Personalentwicklung, (Mitte)  sieht beim Familienunternehmen ARAG wesentliche Karrierevorteile gegenüber Konzern-Strukturen. Hier im Gespräch mit Valeska Korfmacher (links), Stéphanie Röhrig, Corporate Communications (zweite von rechts) und Henryk Lüderitz, Spezialist für die Entwicklung junger Führungskräfte

„Die ARAG ist ein Familienunternehmen mit flachen hierarchischen Strukturen. Hier darf man machen“, so Thomas Schmidt, Abteilungsdirektor Personalentwicklung. „Es gibt keine langwierigen Abstimmungs-Arien, wie bei vielen anderen Unternehmen. Die ARAG- Strukturen bieten gegenüber größeren Versicherungskonzernen den USP, sich aktiv in die Zukunftsgestaltung des Unternehmens einbringen zu können. Der beste Weg zum Erfolg bei uns ist es, aktiv zu sein, möglichst innovativ zu denken, sich mit Inhalten anzubieten, einen Mehrwert für den Vorgesetzten zu schaffen – aber auch den Willen und die Kraft zu haben, mal die berühmte Extra-Meile zu laufen. All das spiegelt unsere Unternehmenswerte, zu denen neben Pioniergeist auch Offenheit, Weitsicht, Disziplin, Tatkraft und Fairness gehören.“

Extra-Meile laufen ….

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Zouhair Haddou-Temsamani, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement National, hat bei der ARAG verschiedene Funktionsebenen und Aufgabenbereiche durchlaufen – und „Ziele Schritt für Schritt verfolgt“.

… und Mehrwerte schaffen. Das scheint auch die Karriere von Zouhair Haddou-Temsamani durchgängig zu kennzeichnen.

Ich habe stets gefragt: Was braucht Ihr? Was fehlt Euch?“ Im Laufe seines Karriere-Weges hat der heutige Hauptabteilungsleiter verschiedene Funktionsebenen durchlaufen, Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen gesammelt. Auffallend ist, dass er stets Herausforderungen anstrebte, Aufgaben übernahm, die unkonventionell und nicht auf den ersten Blick erfolgversprechend waren.  So hat der studierte Wirtschaftsinformatiker beispielsweise zwei völlig verschiedene Versicherungsprodukte gleichzeitig projektiert und eingeführt – und das in gerade einmal einem halben Jahr. „Der Erfolg meiner Projekte lag nicht immer vom ersten Moment an auf der Hand, aber ich habe die außergewöhnlichen Herausforderungen angenommen und meine Ziele Schritt für Schritt verfolgt“, so Haddou-Temsamani.

Wirkungskompetenzen immer wichtiger

Ziele Step-by-Step zu verfolgen – das passt ins ARAG-Unternehmensbild – und in den Ansatz zur Personalentwicklung, wie beispielsweise im Rahmen des Talentmanagement-Programms `My Career´:

Ein ganz wichtiges Kennzeichen für Entwicklung ist das individuelle Lernpotential von Mitarbeitern. Also der Wille und das Potential, sich kontinuierlich und Schritt für Schritt weiter zu entwickeln. In Zeiten, in denen fachliches Know How eine relativ kurze Halbwertzeit hat, werden soziale Kompetenzen, also beispielsweise Empathie, Kommunikation, Auftreten und Wirkung immer wichtiger“, erläutert Personalentwickler Thomas Schmidt. „Die Entscheidung darüber, für wen welche Weiterbildungsmaßnahmen wichtig sind, treffen wir bei der ARAG ganz individuell und zusammen mit dem einzelnen Mitarbeiter.“

So war es auch bei Zouhair Haddou-Temsamani. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann ermöglichte das Unternehmen ihm ein berufsbegleitendes Studium zum Wirtschaftsinformatiker. Hintergrund: Bereits während der Ausbildung war er durch außerordentlichen Einsatz und den Willen, die Zukunft des Unternehmens mit Innovation mit zu gestalten, aufgefallen. „Ich habe früh im Unternehmen einen Mentor gefunden, der mich gefördert, aber natürlich auch gefordert hat“, so Haddou-Temsamani. „Auch später habe ich immer wieder Coachings erhalten, damit ich möglichst reflektiert an mir arbeiten konnte.“

Familienunternehmen: Leistungs- und Vertrauenskultur

„Ich weiß von sehr vielen, wo sie im Aufzug aussteigen müssen… .“
Wir sind zurück in der Geschichte von Valeska Korfmacher, Abteilungsleiterin Vertriebstraining.

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„Wer Erfolg haben möchte“, so Valeska Korfmacher, Abteilungsleiterin Vertriebstraining, „muss eben zunächst auch mal in den Maschinenraum des Dampfers.“
Die 35-jährige schmunzelt. Mit insgesamt über 3.700 Mitarbeitern ist die ARAG das größte Familienunternehmen der deutschen Assekuranz –  beinahe jeden persönlich zu kennen, scheint unmöglich. Und dennoch: Eine Kultur aus Leistungsansatz einerseits, und gegenseitigem Vertrauen andererseits, ist klar zu spüren. Die Atmosphäre ist angenehm, unsere Gesprächspartner duzen sich. Abteilungsübergreifend wohlgemerkt. Ein grundlegend gutes Zeichen.

Das meint auch Valeska Korfmacher. Die Abteilungsleiterin Vertriebstraining sah ihren beruflichen Weg ursprünglich ganz woanders: „Ich wollte in die Jugendhilfe“, erzählt sie. Soziales Engagement, Interesse an Menschen, ein Pädagogik-Studium. Wie kam´s zum Schritt ins Versicherungswesen? Die 35-jährige erzählt, dass sie früh erkannte, dass im sozialen Sektor die Grenzen persönlicher Entwicklungsperspektiven bereits schnell erreicht sein können.

Ganz anders ihr persönliches Ziel: Die sozialen Kompetenzen, das pädagogisches Know How und ihr ausgeprägtes Interesse an Menschen wollte sie zwar, wie geplant, kombinieren – jedoch im Rahmen einer Aufgabe, die den Blick nach vorn – und auch nach oben – nicht allzu schnell versperrt. Auf die Sprünge half Valeska Korfmacher ein Unternehmens-Praktikum im Bereich Personalentwicklung bei einem Süsswarenhersteller.

„Übrigens nicht untypisch“, erläutert Personalentwickler Thomas Schmidt, „Es ist ein guter Weg, den Berufseinstieg mit einem Praktikum vorzubereiten. Wir machen gute Erfahrungen damit. ARAG-Praktikanten erhalten in der Regel die Möglichkeit, eigene Projekte zu betreuen und sich umfassend über ein Berufsbild zu informieren.“

Der Grundstein für den weiteren Karriere-Weg war auch für Valeska Korfmacher gelegt. Der Weg führte in die Düsseldorfer Hauptverwaltung der ARAG.

Nach einigen Jahren in der Personalentwicklung des Unternehmens lernt sie die Vertriebsstrukturen kennen und etabliert sich später – Schritt für Schritt – im Bereich Vertriebstraining. Heute trägt sie mit ihrer 30-köpfigen Abteilung maßgeblich dazu bei, dass die Vermittlung der Unternehmensprodukte am Markt die Werte des Unternehmens spiegelt.

Oder ins `MiKi´-Büro …

Als Valeska Korfmacher über speziell eingerichtete Mit-Kind-Büros spricht, die es ARAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlauben, im Notfall Kinder mit an den Arbeitsplatz zu bringen, kommt die Abteilungsleiterin Vertriebstraining fast ins Schwärmen. „Ich freue mich, dass die ARAG als Familienunternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr ernst nimmt.“

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Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Für das Familien-unternehmen ARAG mehr als die übliche Unternehmens-Hygiene. Stéphanie Röhrig, Head of International Communications (Mitte) und Valeska Korfmacher mit Henryk Lüderitz im MiKi-Raum – ein „Mit Kind“-Büro, das für mehrere Altersstufen perfekt ausgestattet ist.
Fazit:
Henryk Lüderitz, Spezialist für die Entwicklung von Führungskräften zieht ein positives Resumée:
„Auch für das Versicherungsunternehmen ARAG lässt sich das Prädikat `flexibler als man denkt´ vergeben. Die beiden Karriere-Beispiele zeigen anschaulich, dass die ARAG Mitarbeitern viel Freiraum lässt, sich aktiv in die Gestaltung des Unternehmenserfolgs einzubringen. Pioniergeist ist ausdrücklich erwünscht! Das heißt im Umkehrschluss: Hier braucht man den berühmt-berüchtigten Ideen-Bremser nicht zu fürchten. Heißt aber auch: Sich immer wieder einbringen, aktiv bleiben, hart an sich und seinen persönlichen und fachlichen Kompetenzen arbeiten – und beispielsweise über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Was mir besonders gut gefällt ist, dass das Unternehmen die Mitarbeiter dabei nicht allein lässt, sondern ebenso aktiv unterstützt. Coachings und Trainings zum gezieltem Ausbau der sogenannten Wirkungskompetenzen nützen letztendlich Mitarbeitern wie Unternehmen. Praktische Alltagshilfen, wie beispielsweise das `MiKi´-Büro machen deutlich, dass gerade traditionelle Familienunternehmen den modernen Ansprüchen an Karriereplanung bzw. an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf  vorbildlich gerecht werden.“ 


Über ARAG:
Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und zählt zu den drei weltweit führenden Rechtsschutzanbietern. In 80 Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem international erfolgreichen, innovativen Qualitätsversicherer. Aktiv in 16 Ländern – inklusive den USA – nehmen wir in vielen internationalen Märkten mit unseren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. In Deutschland umfasst unser Angebot zusätzlich zum Rechtsschutz seit über 50 Jahren auch Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungen. Mit über 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaften wir im Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,65 Milliarden Euro.
Weiterführende Informationen zu Karriere bei der ARAG: www.arag.com  

 

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