The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Tipps für den erfolgreichen Einstieg im neuen Team

Von den Kollegen gemocht werden – so klappt es!

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

Berufseinsteiger und Job-Hopper werden beim Start im neuen Team von den gleichen Sorgen begleitet: Wird man mich dort mögen? Die Sorge ist nicht unbegründet. In der DIHK-Studie zur Zufriedenheit mit Job-Einsteigern waren soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit in den TOP-5 der Arbeitgeberwünsche. Gemocht werden ist also keine Selbstverständlichkeit!
Aus meiner Tätigkeit als Business-Coach und Führungskräftetrainer habe ich Euch hier ein paar praxiserprobte Tipps zusammengestellt, durch die sich Sympathie gezielt aufbauen lässt.

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  1. Lasst die neuen Kollegen von sich selbst sprechen
    Worüber reden Mitarbeiter am liebsten? Natürlich über das, was sie in der Firma bereits geleistet haben, für welche Projekte sie verantwortlich waren und ob sie der CEO mit Namen kennt.
    In einer Studie haben Harvard-Forscher herausgefunden, dass Gespräche über eigene Taten die Hirnregionen für Motivation und Belohnung aktivieren. So stark, dass der Belohnungseffekt sogar mit dem von Sex, Geld oder Essen gleichzusetzen ist.
    Wichtige Voraussetzungen dafür: Echtes Interesse am Gesprächspartner, die richtige Fragetechnik und die Fähigkeit, ein Gespräch geschmeidig am Laufen zu halten.
    Figur, Mann, Frau, Redeschwall, Verständnisprobleme,
  2. Kompetenzen erwarten
    Im ersten Eindruck lauern Gefahren, die weitreichende Folgen haben können. Kommt Ihr in eurer ersten Einschätzung eines Kollegen zu dem vorschnellen Schluss er sei inkompetent, so werdet Ihr: 1. Selektiv nur noch Signale wahrnehmen, die auf seine Inkompetenz schließen und ihn 2. auch so behandeln, was ihn wiederum dazu bringt, sich wirklich inkompetent zu verhalten. Dieser Effekt ist als „Pygmalion-Effekt“ bekannt.
    Um nicht in diese Falle zu laufen, ist es hilfreich, allen neuen Kollegen mindestens eine Grundkompetenz zuzugestehen. Durch diese Vermutung werdet Ihr sie automatisch so behandeln, dass sie sich von Euch wertgeschätzt fühlen.
    geschäftsmann bindet sich in bürogebäude krawatte
  3. Lächeln, lächeln und nochmals lächeln
    Das ehrliche Lächeln ist wie ein Zauberspruch: Es zaubert automatisch ein Lächeln in das Gesicht des Gesprächspartners. Und nicht nur das. Den Ergebnissen einer Studie zu Folge bewirkt das Lächeln einen sympathischen Eindruck, selbst bei verschlossener, unsicherer Körpersprache. Wie mächtig sich das Lächeln auswirken kann, hat eine Studie nachgewiesen, die sich mit dem Trinkgeld von Gastronomiegästen beschäftigt. In der Studie hat das Lächeln eine Steigerung des Trinkgeldes um 140% bewirkt!!
    Für den Einstieg im neuen Team bedeutet das: Egal wie unsicher und verkrampft Ihr seid, kämpft nicht mit eurem Körper um ein souveränes Auftreten. Das kauft euch eh keiner ab und wirkt nur doppelt merkwürdig. Setzt stattdessen lieber ein Lächeln auf.Businessman, thumbs up, winking, behind wall
  4. Sympathie durch eigene Fehler
    Beherrschte, kontrollierte und aalglatte Menschen haben immer etwas Unheimliches an sich. Schaut Euch nur die Bond-Bösewichte an. Hat von denen mal einer tollpatschig einen Kaffee verschüttet? Nein. Hätten Sie besser mal getan. Dann wären sie uns wesentlich sympathischer. Zumindest wird das von einer Studie nachgewiesen, in dem auf kompetentes Verhalten ein kleiner Fauxpas folgte und den Effekt hatte, dass die Person als sympathisch wahrgenommen wurde.
    Das soll kein Aufruf zu absichtlich ungeschicktem Verhalten sein. Nehmt die ersten Tage lieber gelassen hin und akzeptiert den ein oder anderen Fehltritt. Sie machen euch authentisch und liebenswert.
    rudi ratlos

Mit diesen Tipps kommt Ihr eurem Ziel, einem erfolgreichen Einstieg im neuen Job, einen großen Schritt näher. Vorausgesetzt, Ihr begeht nicht einen der 5 schlimmsten Fehler beim Job-Einstieg.

Welche das sind, erfahrt Ihr in der nächsten Woche.

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