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Flexibler als man denkt: Banken & Versicherungen (Teil 1)

Wenn´s um Geld geht … Turbogang

Ein Beitrag von Tanja Kaiser

Karrieren bei Banken und Versicherungen gelten als uncool. Stimmt das? Wir wollten es wissen. Im ersten Teil unserer Reihe über die sogenannte Old Economy und vermeintlich verstaubte Karriere-Wege sprachen wir mit der Stadtsparkasse Düsseldorf – einer der zehn größten Sparkassen Deutschlands. Unser Fazit: Wer was von Geld versteht, hat wirklich gute Karten …

Klar: Schlips & Kragen sind Pflicht. Schließlich geht´s um Geld – und das gute Gefühl des Kunden. Und der steht im Mittelpunkt. Das sollte jedem klar sein, der sich für eine Ausbildung bei einer der 416 Stadt- und Kreissparkassen mit bundesweit insgesamt über 230.000 Mitarbeitern entscheidet. Aber Achtung: Was gut für Kunden ist, kann für Berufseinsteiger geradezu perfekt sein:

Entwicklungsplanung von Anfang an

Wer früh in die Verantwortung möchte, kann bei Sparkassen das richtige Rüstzeug erhalten – und zwar von Anfang an.

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Kompetent und engagiert: Eva-Maria Michel, Abteilungsleiterin Personalentwicklung und Ausbildung, Stadtsparkasse Düsseldorf und Christiane Groth, im Bereich Personal verantwortlich für die derzeit 160 Auszubildenden, meinen: „Bei uns gilt: Wo Personalentwicklung drauf steht,  ist auch Personalentwicklung drin

„Es geht um Geld, aber damit eben auch um Verantwortung und um Vertrauen“, meint Eva-Maria Michel, Abteilungsleiterin Personalentwicklung und Ausbildung Stadtsparkasse Düsseldorf, „Bei uns sind alle Kunden gleich wichtig – egal, ob auf der Königsallee oder vielleicht in weniger gut situierten Stadtteilen. Alle verdienen den gleichen Respekt und die gleiche Anerkennung.“

Ein USP Richtung Kunden – aber auch ein echtes Plus für Berufseinsteiger. Warum? „Auf diesem Grundsatz fussen unsere Ansätze zu Ausbildung und Entwicklung. Neben der fachlichen Ausbildung geht es uns vor allem um Faktoren, die die Persönlichkeit der Berufsneulinge fördern, sonst könnten sie ja unseren Ansprüchen an soziale Kompetenzen gar nicht gerecht werden“, erklärt Christiane Groth, im Bereich Personal verantwortlich für die Entwicklung der derzeit 160 Azubis der Stadtsparkasse Düsseldorf. Klingt gut. Wie sieht das in der Praxis aus?

`Bankers Blue´ im Tausch gegen Blaumann

Erstaunlich unkonventionell – und auch mal ohne Schlips & Kragen: „Unsere Auszubildenden zur/zum Bankkauffrau/-mann tauschen für eine Woche ihren schicken Bankerdress, genannt Bankers Blue, gegen einen Blaumann und arbeiten bei sozialen Projekten mit“, erzählt Christiane Groth.

Perspektiv-Wechsel schärfen bekanntlich den Blick. Ausbildungseinheiten, die einen guten Ausgleich zwischen Theorie und Praxis schaffen sowie die sozialen Kompetenzen fördern sollen, sind beispielsweise Theaterworkshops – zu unserer Überraschung jedoch auch Einsätze in Altenpflegeheimen und Kitas. Warum? „Gerade für die Auszubildenden, die direkt nach der Schule zu uns kommen – und zum Teil erst sechzehn Jahre alt sind – halten wir einen Berufseinstieg, der durch soziale und praxisorientierte Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz begleitet wird, für sehr wichtig“, erläutert Eva-Maria Michel.

Flexibler als man denkt: Potential-Analyse und vielfältige Karriere-Chancen

Wer was von Geld versteht, hat bei Sparkassen scheinbar wirklich gute Karten. Zumindest bieten sich Berufseinsteigern nach Schule oder Hochschule bei Stadt- und Kreissparkassen erstaunlich vielfältige Möglichkeiten. Dabei bleibt es längst nicht mehr bei der Ausbildung zur/zum Bankkauffrau/-mann oder dem Besuch der altbewährten `Sparkassen-Akademie´.

„Personalentwicklung findet bei uns stufenweise, Schritt für Schritt und in enger Begleitung unserer Mitarbeiter statt“, so Eva-Maria Michel, Abteilungsleiterin Personalentwicklung und Ausbildung.

Am Anfang des Prozesses: Eine ausführliche Potential-Analyse. Die Entscheidung, wer für welchen der verschiedenen Ausbildungswege geeignet ist, trifft man in individueller Abstimmung mit den Berufsstartern.

Seltenheitswert: Arbeitgeber mit eigener Hochschule

Drin könnte also sein: Ein von der Sparkasse gefördertes Bachelor- und/oder Master-Studium. Und zwar an der staatlich anerkannten Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe – University of Applied Sciences – in Bonn. Im Angebot u.a.: Abschlüsse in Banking & Sales, Bankwirtschaft, Finance oder Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleister.

Duale Ausbildungswege im Turbogang! Schnell – aber anstrengend. Dazu Eva-Maria Michel: „Viele halten einen dualen Ausbildungsweg für geringwertiger. Damit liegt man falsch. Ein duales Studium ist aufgrund der doppelten Belastung auch doppelt so schwierig.“ Hat man die Doppelbelastung erfolgreich gemeistert, winken jedoch attraktive Aufstiegs- und Karriere-Chancen. Dabei sind die Personal-Entwicklungsmöglichkeiten bei den Sparkassen ganz allgemein flexibler als vermutet:

Einmal Schalter, immer Schalter?

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Franziska Wendt, Pressereferentin, freut sich, ihren Weg bei der Stadtsparkasse Düsseldorf gehen zu können

„Absolut nicht“, sagt Franziska Wendt, Pressereferentin Stadtsparkasse Düsseldorf. Die 26-jährige arbeitet seit 2014 in der Pressestelle, hat jedoch ursprünglich nicht das PR-Handwerk, sondern das Banker-Business von der Picke auf gelernt. „Zunächst habe ich eine ganz klassische Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Stadtsparkasse Düsseldorf absolviert“, erzählt sie. Die Grundlagen und das erste Interesse für das Schreiben und redaktionelle Zusammenhänge seien durch die Mitarbeit für das Mitarbeiter-Magazin `Banderole´ geweckt worden, „dort habe ich für die Rubrik `Azubi-News´ geschrieben“, erzählt sie. Interessen und Fähigkeiten einer jungen Auszubildenden, die die Stadtsparkasse Düsseldorf nach Ausbildungsabschluss mit einem `Schnupperpraktikum´in der Pressestelle unterstützte. Es folgte ein BWL-Studium, das Franziska Wendt ohnehin geplant hatte – und die erfolgreiche Bewerbung auf die Stelle als Pressereferentin. „Mein Studium habe ich im Rahmen eines Abendstudiums absolviert – neben meiner Tätigkeit als Bankkauffrau. Toll ist, dass die Stadtsparkasse Düsseldorf mich später nach Einstieg in meine Position als Pressereferentin mit PR-fachspezifischen Weiterbildungen gefördert hat – und bis heute fördert. Als ich meine Ausbildung zur Bankkauffrau begonnen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich einige Jahre später als Pressereferentin Medienanfragen beantworten würde. Schön, dass ich diesen Weg bei der Stadtsparkasse Düsseldorf gehen kann.“

Fazit:

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Franziska Wendt, Pressereferentin Stadtsparkasse Düsseldorf mit Henryk Lüderitz, Spezialist für die Entwicklung junger Führungskräfte: „Die Stadtsparkasse Düsseldorf reagiert flexibel auf Mitarbeiter-Interessen“
Auch Henryk Lüderitz, Coach und Spezialist für die Entwicklung junger Führungskräfte, findet: „Ausbildungswege und Karriere-Chancen bei Sparkassen sind flexibler als man annehmen könnte. Das Beispiel Stadtsparkasse Düsseldorf zeigt: Wer den eigenen Berufseinstieg möglichst praxisorientiert gestalten möchte, hat dort wirklich gute Karten. Schließlich finden Bewerber gleich mehrere Möglichkeiten berufsbegleitender Ausbildungswege unterschiedlichster Qualifizierungen vor. Positiv ist die enge Begleitung der jungen Berufseinsteiger sowie der Umstand, dass Begriffe wie Flexibilität seitens der Personalentwicklung offenbar tatsächlich aktiv gelebt werden – anschaulich belegt durch das persönliche Beispiel der Pressereferentin, die einen sehr ungewöhnlichen aber erfolgreichen Weg gehen konnte, der sicherlich nicht in jedem Unternehmen möglich gewesen wäre.“

 

Über die Stadtsparkasse Düsseldorf:
Mit einer Bilanzsumme von rund 11,5 Mrd. Euro zählt die Stadtsparkasse Düsseldorf zu den großen Sparkasseninstitutionen in Deutschland. Seit 1825 ist sie hier in Düsseldorf mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsspektrum für die Düsseldorfer Bürgerschaft, die hier ansässigen Unternehmen und Institutionen tätig. Zusammen mit den Verbundpartnern der S-Finanzgruppe kann die Stadtsparkasse Düsseldorf alle Anliegen bei der Finanzierung, der Vermögensanlage und dem Vermögensaufbau erfüllen. Als eines der ältesten ortsansässigen Kreditinstitute ist sie Marktführer im Firmen- und Privatkundengeschäft in Düsseldorf.
Im Gegensatz zur geschäftlichen Ausrichtung anderer Banken zählen die Gemeinwohlorientierung und die Förderung des gesellschaftlichen Engagements zu den wichtigen Elementen, die den Markenkern der Stadtsparkasse Düsseldorf ausmachen.

www.sskduesseldorf.de

 

 

 

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