The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


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Der etwas andere Jahresrückblick

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel. Die Vorboten sind schon deutlich zu erkennen: gestresste Menschenmassen in den Kaufhäusern und volle Weihnachtsmärkte mit frustsaufenden Mitmenschen. Der clevere Young Professional verhält sich in diesem Umfeld gezielt antizyklisch und beschäftigt sich stattdessen lieber mit seiner ganz persönlichen Jahresbilanz. Lasst euch zu einem Jahresabschluss ermutigen, der eurer Karriere und eurer privaten Zufriedenheit viel mehr bringt, als das tragische Gemecker über Dinge, die sich angeblich nicht ändern lassen.

Die Vorbereitung

Für einen konstruktiven Jahresabschluss braucht es natürlich einen freien Kopf. Daher empfiehlt es sich, sämtliche Geschenke entweder schon online bestellt zu haben oder sie hier im Zuge der Jahresbilanz ganz individuell zu erstellen.
Grundsätzlich gilt: Nehmt euch 1-2 Stunden Zeit, bereitet ein warmes Getränk zu, schaltet das Handy aus und beginnt mit folgenden drei Schritten:

1. Meine „Jahres-Fieberkurve“
Dieses Tool nutze ich jedes Jahr, um mir die Höhen und Tiefen des aktuellen Jahres nochmal vor Augen zu führen. Ihr könnt es hier (Jahres-Fieberkurve) herunterladen und gerne mit Freunden teilen.
Die Arbeit ist einfach: Zeichnet von links nach rechts die Entwicklung eurer ganz persönlichen Zufriedenheit über dieses Jahr ein. Logisch: Oben ist 100% Zufriedenheit (Lottogewinnglücklichkeit) und unten sind 0% (Ichnehmmirnenstrick).
Versucht dabei ruhig, deutliche Ausschläge zu erzeugen und durchlebt geistig (mit geschlossenen Augen) am besten jeden Monat mit seinen Ereignissen.

bild-jahresabschluss_000001                                                                                                                                                                               

 

2. Meine persönlichen Erkenntnisse

Mit Blick auf diese Jahreskurve springen euch bestimmt 2-3 Ausschläge an. Das können Highlights oder Tiefpunkte sein. Wichtig ist jetzt die Frage, was hat mich dort so zufrieden / unzufrieden gemacht und was würde ich aus heutiger Sicht dort anders / genauso machen?
Es geht in diesem Schritt darum, das eigene Handeln zu reflektieren. Was hat euch erfolgreich gemacht und was eher nicht? Wichtig ist, nicht zu sehr auf die äußeren Umstände zu schauen und die Schuld dort „abzuladen“. Fragt euch stattdessen: Was hätte ich dort (noch) besser machen können?

 

3. Meine persönliche Checkliste
Erfolgreiche Menschen beherrschen nicht nur die Fähigkeit der kritischen Selbstreflexion (Schritt 1-2), sie leiten für sich aus den gewonnenen Erkenntnissen Aktionen ab, die zu (noch) mehr Erfolg führen.
Nehmt euch also ein Blatt Papier oder eine xls-Tabelle und notiert dort die Punkte, die ihr in diesem Jahr unbedingt noch erledigen müsst und die euch im nächsten Jahr wichtig sind.

 

Ja, auch einen Jahresrückblick kann man systematisch angehen und einen Mehrwert aus ihm ziehen, wenn man es richtig macht. Manchmal kann der Blick auf eine simple Fieberkurve nämlich schon reichen, um einiges im Leben besser zu sortieren. Wichtig ist: Sich Zeit nehmen und ehrlich zu sich selbst sein. Und im weitesten Sinne kann auch das wieder eine gute Übung für Young Professionals sein, denn zurückblicken heißt auch, sich selbst reflektieren zu können, Mitmenschen einzuschätzen, verpasste/ genutzte/ kommende Chancen erkennen und neue Motivationen für die kommende Zeit schaffen – Aspekte, die dem Alltag einer jungen Führungskraft nicht fremd sind.

Also setzt euch ran und macht euch klar, welche Chancen das Jahr 2017 für euch bereithalten kann.

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