The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Was braucht man, um Herr der Lage zu bleiben?

Ein Workout für Brain & Mind

Ein Beitrag von Tanja Kaiser

Jederzeit cool bleiben. Das ist nicht ganz einfach. Wenn alles schiefgeht – und alle durchdrehen – heißt es gerade für diejenigen, die auf der Karriereleiter weiter nach oben möchten: Möglichst entspannt bleiben – oder zumindest so wirken. Wie macht man das? Hier einige Basics für’s Workout von Brain & Mind ….

Die gute Nachricht vorweg: Coolness und Souveränität sind im Business absolut wichtig – und zählen zu den erlernbaren Eigenschaften. Überrascht? Dachtest Du, alle Kollegen, die jederzeit vor mentaler Stärke und Selbstsicherheit nur so strotzen, sind Glückskinder mit angeborenem Coolness-Faktor? Sicherlich gibt es besonders talentierte Zeitgenossen. Allerdings handelt es sich um Ausnahmen.  Die allermeisten, die es schaffen, jederzeit Herr der Lage zu bleiben, haben aktiv an ihrer mentalen Stärke gearbeitet.

Workout-shutterstock_211686553

Henryk Lüderitz, Spezialist für die Entwicklung junger Nachwuchs-Führungskräfte, hat viel Erfahrung mit den Herausforderungen, die Young Professionals im Berufsalltag erwartet.

Und viel Erfahrung mit der absoluten Notwendigkeit, am Faktor mentaler Stärke zu arbeiten. „Im Rahmen meiner 12-jährigen Karriere bei einem internationalen Mobilfunk-Konzern habe ich so manchen Moment erlebt, in dem es unablässig war, unbedingt Ruhe zu bewahren. Heute – als Trainer und Coach – sehe ich immer wieder, wie wichtig es ist, jungen Talenten, die Fähigkeit zu vermitteln, die eigenen mentalen Stärken jederzeit abrufen zu können – statt in Panik zu verfallen.“

Die eigenen mentalen Stärken jederzeit abrufen zu können, ist eine Fähigkeit, die sich nicht wie Fachwissen durch Lektüre oder reines Zuhören erlernen lässt. Sie erfordert aktives Training. Im Rahmen möglichst individueller Coaching-Einheiten und gezielter – auf die persönlichen Erfordernisse zugeschnittenen – Übungen. Daher an dieser Stelle nur die aller grundlegendsten Basics …

Lüderitz Rät:

1. Panik niemals anmerken lassen
Das ist leichter gesagt als getan. Allerdings besitzt das persönliche Verhalten die größte Außenwirkung. Egal wie groß die innere Anspannung ist, es gilt möglichst wenig offensichtliche Panik-Signale auszustrahlen. Wenn das zu Beginn noch schwerfällt, hilft ein einfacher Trick: Gehen Sie dahin, wo Sie keiner sieht, beruhigen Sie sich dort und schmieden Sie dann einen Plan, um Herr der Lage zu werden. Eigenes Büro, das Café gegenüber, die Tiefgarage oder im Notfall sogar die Toilette, Hauptsache keiner sieht Sie in Panik!

2. Alles weg, was nicht zu ändern ist
Brennt es an allen Ecken und Enden, zählt das simple Prinzip der Effektivität:
Fokus nur auf die Dinge, die Sie wirklich noch beeinflussen können. Auch wenn es nur noch wenige Dinge sind, sortieren Sie gedanklich, wo noch Hebel und Handlungsspielräume bestehen.

3. Vergangenheit ruhen lassen
In Paniksituationen konfrontiert uns unser Gehirn häufig mit der Frage:

Wie konnte es nur dazu kommen? Damit beginnt dann eine gedankliche hätte-wäre-wenn Karusell-Fahrt, die zu nichts weiter führt, als zu Kopfschmerzen, Verwirrung und Zeitverlust. Versuchen Sie die Vergangenheit als Erfahrung zu sehen. Sie haben gelernt, welche Wege wenig erfolgreich sind. Mehr nicht.

4. Keine Zeit, rum  zu heulen
Das haben die meisten schon auf dem Spielplatz gelernt. Noch während man heult und jammert, spielen die anderen bereits fröhlich weiter und man hat mehr (Zeit) verloren, als (Aufmerksamkeit) gewonnen. Übrigens ist diese vermeintliche Aufmerksamkeit häufig auch nur eine Mischung aus Mitleid und Schadenfreude. Darauf sollten Sie zukünftig verzichten können. Statt sich selbst zu bemitleiden, beeindruckt es die Kollegen eher, wenn Sie schnell wieder aktiv werden und an Lösungen arbeiten. Diese Arbeit lenkt übrigens auch erfolgreich vom Schmerz ab. Sollten Sie abends noch immer das Bedürfnis des Heulens verspüren, im Bus, Auto, Taxi oder zu Hause ist dann wieder Zeit und Platz dafür. Dort kann es dann auch ganz befreiend sein, die Gefühle rauszulassen… In überfüllten Bussen und Bahnen bekommt man verheult übrigens immer die besten Plätze angeboten.

5. Am Ende des Tages: Erfolge zählen
Neigt sich dieser Tag langsam dem Ende, ist Zeit für eine kurze Bilanz. In den meisten Fällen ist die Panik-Periode nämlich noch akut und der nächste Tag verspricht nur wenig besser zu werden. Damit Sie dennoch halbwegs beruhigt einschlafen und Kräfte sammeln können, hilft es sich abends auf die positiven Ergebnisse des Tages zu konzentrieren. Was haben Sie heute erreicht und welche Kompetenzen haben Sie dabei eingesetzt?

 

Sie möchten mehr erfahren?

vgl. www.luederitz.eu oder sprechen Sie uns einfach an: hl@luederitz.eu

Der Newsletter für Young Professionals


Kommentieren