The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Ergebnisse und Ideen überzeugend kommunizieren - Blogparade #Ideenkommunizieren

Nachricht von Sam – oder lieber Com for Impact?

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

Creative Writing Concept With Pencils, Coffee Cup, Notepad and Crumpled Paper on Table, Top View.
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Die brillianteste Idee ist sinnlos – wenn sie keiner versteht. Aber wie bringt man eine glänzend-gute Idee genauso glänzend rüber? Das ist nicht so einfach, wie man denkt – und deshalb eine Blog-Parade wert. Den Anfang macht Trainer & Coach Henryk Lüderitz mit einer Geschichte aus seiner Coaching-Erfahrung  …

Wir machen einen Ausflug in die Arbeitswelt von Sebastian F.: Er verlässt wutentbrannt das Büro seines Chefs. Der zuvor hochmotivierte Mitarbeiter hat soeben beschlossen, zu kündigen und sich einen neuen Job zu suchen.

Was ist hier passiert?

Nach seinem Studium an der RWTH Aachen hat Sebastian mit einem guten Abschluss sofort einen Job bekommen und arbeitet jetzt seit über 5 Jahren in der Entwicklungsabteilung eines High-Tech-Unternehmens. Nach dem Berufseinstieg brannte er im zweiten Jahr förmlich für neue Ideen, las Fachberichte und optimierte seinen Arbeitsbereich. Im dritten Jahr hatte Sebastian ein so umfassendes Fachwissen, dass er in etlichen Abläufen und Verfahren Schwachstellen erkannte und sich Verbesserungen überlegte. In einigen Überstunden erstellte er das erste Lösungskonzept und reichte das ca. 12 Seiten umfangreiche Dokument bei seinem Chef ein…  ca. einen Monat später erhielt er die Antwort: „Das können wir im Moment aus Kostengründen leider nicht umsetzen“.

 „Gut zu wissen“, dachte sich Sebastian F.,  denn zur Kosteneinsparung hatte er ebenfalls ein paar Ideen. Es gab viele Stellschrauben um die Abteilung weiter nach vorne zu bringen.

Rund sechs Monate später hatte er das nächste Konzept ausgearbeitet, diesmal mit dem Ziel, weniger Geld für neue Maschinen auszugeben. Doch auch der zweite Anlauf wurde abgelehnt. Dem Chef nach seien Investitionen OK, die Betriebskosten hingegen müssten weg, selbst wenn das mehr Invest-Budget bedeuten würde. Invest-Geld sei schließlich genug vorhanden. Der junge Ingenieur war irritiert. Es gab offenbar gutes und schlechtes Geld? Egal, einen dritten Versuch wollte er noch starten. Irgendwann musste es doch mal klappen.

Außerdem wollte er sein Konzept noch präziser ausarbeiten, so dass es auch dem Chef einleuchtet, wie detailliert er bei seinen Gedanken vorgegangen ist.

Hat ein Chef eine „Holschuld“ für Ideen?

Machen wir es kurz: Auch die dritte Idee wurde vom Chef abgelehnt. Seither pendelt Sebastian´s Einstellung zwischen Resignation, Frustration und Irritation hin- und her. Er beschließt, sich auf die Umsetzung der teilweise irrwitzigen Konzepte aus der Chefetage zu konzentrieren, allerdings funktioniert das nur so lange gut, bis in einem Personalgespräch mit seinem Chef Kritik an seiner Person im Raum steht. Er kippt fast aus den Schuhen, als ihm vorgeworfen wird, zu wenig innovativ und lösungsorientiert zu denken!

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Führen ist People-Buisness – „und dennoch haben Chefs keine Holschuld für Ideen“, so Henryk Lüderitz, Trainer & Coach.

Wie Sebastian geht es etlichen Spezialisten und Fachkräften. Tagtäglich wird in versteckten Büros von brillianten Experten die Welt der Unternehmen gerettet oder es werden tolle neue Ideen geboren. Dummerweise kommt es genauso oft vor, dass die Vorgesetzten – in der Hektik des Alltages – von diesen Spitzenleistungen nur sehr wenig mitbekommen. Aus Sicht der Mitarbeiter ist der Schuldige schnell gefunden. „Ein Chef muss sich doch um seine Mitarbeiter kümmern!

Dieser Aussage stimme ich generell zu. Führen ist „People-Business“ und impliziert den regelmäßigen Kontakt zu den Mitarbeitern. Aber geht dieser Kontakt so weit, dass der Chef beim Thema Ideen und Arbeitsergebnissen eine Holschuld hat? Nach dem Motto, wenn er nicht fragt, interessiert es ihn auch nicht?

Chefgerechte Kommunikation bedeutet: Knapp, präzise, verständlich

Im Anschluss an eigenverantwortliches Denken und Arbeiten habe ich persönlich die besten Erfahrungen gemacht, meine Ergebnisse und Ideen adressatgerecht zu übermitteln. Adressatgerecht bedeutet in diesem Fall „chefgerecht“ – also  knapp, präzise und verständlich.

Und genau an dieser Hürde scheitern mehr Ideen in Unternehmen, als es Mitarbeitern, Unternehmen – und der Weltwirtschaft recht sein kann.

Zur Lösung des Problems empfiehlt es sich, fachlich und methodisch kompetente Mitarbeiter mit zusätzlichen Kompetenzen auszustatten. Gemeint sind klassische Soft-Skills des Bereiches „Kommunikations- & Wirkungskompetenz“.

Im aktuellen Jahr habe ich das Thema „Ergebnisse präzise vermitteln“ einigen Hundert Ingenieuren in meinen Vorträgen bei den VDI Recruiting Tagen vermittelt. Erstaunlicherweise waren recht viele Sebatians anwesend – denn nicht selten werden ich im Rahmen meiner Vortragsveranstaltungen gefragt: „Ich muss also mit meinem Chef sprechen?“. Ja. Durchaus!

Dazu ermögliche ich den jungen Spezialisten für Ingenieurwesen im ersten Schritt den Blick durch die Brille des Chefs. Was sind die typischen „Chef-Fragen“, die im Kopf des Entscheiders intuitiv die Qualität der Idee prüfen? Die Antworten sorgen im Publikum regelmäßig für schmunzelnde Aha-Effekte:

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„Chefs brauchen“, so rät Henryk Lüderitz, „möglichst klare und präzise Kommunikation von Ideen und Arbeits-ergebnissen. Schließlich haben Chefs wenig Zeit!“

Die Brille vom Boss: Nicht rosarot. Aber mit klaren Q & As … 

1. Was hat es mit mir als Chef zu tun?

2. Kostet die Idee Geld?

3. Was bringt uns die Idee?

4. Muss ich als Chef noch etwas tun?

Wer diese Fragen antizipiert und knackig beantworten kann, hat einen entscheidenden Vorteil für die Präsentation seiner Idee.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, in einer möglichst kurzen und effizienten Struktur die Ergebnisse und Ideen zu präsentieren.

Meiner Erfahrung nach haben sich folgende drei Schritte bewährt:

1. Wie ist es bisher gewesen?

2. Was habe ich unternommen  bzw. was plane ich zu unternehmen?

3. Wie ist das Ergebnis?

Für heute schließe ich mit einem banalen, wie pragmatischen Tipp: Chefs sind keine Chat-Partner! Das heißt, eine kurze und knappe Kommunikation bedeutet nicht: Ohne Punkt und Komma….

Ihr möchtet mehr erfahren? Sprecht mich einfach an unter hl@luederitz.eu

Ankündigung: Auf TheYoungProfessional gibt´s schon bald noch mehr Tipps rund um die Fragestellung, wie man gute Ideen auch optimal rüberbringt. Von mir – aber auch von Teilnehmern unserer Blogparade.


Weitere Ideen & Blogparade

Selbstverständlich gibt es für eine knackige und präzise Kommunikation von Ergebnissen und Ideen noch viele weitere Ansätze und Strategien, die ich an dieser Stelle im Rahmen einer Blogparade zusammentragen möchte.

Ich lade EUCH, liebe Kolleginnen und Kollegen dazu ein, den Young Professionals dort draußen dabei zu helfen, Ihre Ideen besser präsentieren zu können.

  • Welche Tipps könnt Ihr geben, damit Chefs von Innovationen überzeugt werden und das kreative Potenzial von tausenden Experten endlich den verdienten Weg in eine vielversprechende Umsetzung findet.

Weitere Leitfragen zur Teilnahme an der Blogparade können sein:

  • Welche Erfahrungen habt ihr mit eigenen Ideen in einem Unternehmen gemacht?
  • Wie lassen sich komplexe Ideen einfach und verständlich erklären?
  • Von der Idee zur Umsetzung, welcher Prozess bzw. Weg verspricht den größten Erfolg?
  • Damit man nicht in die falsche Richtung denkt & arbeitet: Wie erkenne ich den Bedarf für Ideen im Unternehmen?
  • Überzeugungstaktik: Wen muss ich wann, wo und in welcher Reihenfolge überzeugen?

Was ist eine Blogparade?

Bei einer Blogparade schreiben verschiedene Blogger zu einem gemeinsamen Thema, zu dem der Veranstalter einlädt. Spannend wird eine Blogparade dadurch, dass die teilnehmenden Blogger das Thema aus sehr verschiedenen Perspektiven beleuchten. Der Veranstalter der Blogparade sammelt die Links in seinem Beitrag und schreibt eine Zusammenfassung aller Beiträge. Eine Blogparade geht in der Regel über mehrere Wochen, in denen die Beiträge geschrieben werden können.

Welchen Nutzen habe ich davon, mitzumachen?

Durch das Mitmachen habt Ihr ein interessantes Thema im Blog, erreicht neue Blog-Leser und erhaltet eine Verlinkung durch unser Magazin „The Young Professional“ sowie häufig auch von anderen teilnehmenden Blogs. Außerdem habt Ihr die Chance in unserem E-Paper, das wir als Zusammenfassung des Themas „Ideen kommunizieren“ erstellen werden, mit Eurem Beitrag zu erscheinen.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen dürfen alle, die ein Blog betreiben oder auf einer Blogplattform einen Beitrag zum Thema schreiben, z.B. Profiblogger wie Coaches, Texter, Schreiber, Trainer, Speaker, Corporate Blogger und bloggende Unternehmer. Aber auch wenn Sie ein engagiertes Blog zu Ihrem Thema betreiben als Kulturblogger, Musikblogger, Theaterblogger, Modeblogger, Reiseblogger, Autoblogger, Foodblogger, Funblogger dürfen Sie natürlich teilnehmen. Wir freuen uns auf eine bunte Palette!

Allerdings werden in der Blogparade nur Beiträge aufgenommen, die sich ernsthaft mit dem Thema befassen und extra für die Blogparade geschrieben wurden. Beiträge, die erkennbar nur SEO-Zwecken dienen, werden nicht aufgenommen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Teilnehmen an der Blogparade, wie geht das? Hashtag und Fristen zur Blogparade

Ihr habt jetzt schon ein paar zündende Ideen? Dann schreibt Euren Beitrag bis zum 31. Dezember 2015 und verlinkt ihn in den Kommentaren dieses Artikels. In Eurem Beitrag dann bitte noch den Hinweis zur Blogparade & Link zu diesem Artikel einfügen und schon seid Ihr dabei!!

Idealerweise verbreitet Ihre Eure Teilnahme über Social Media und nutzt auf Twitter den Hashtag #Ideenkommunizieren. Wir freuen uns bereits auf Euren Beitrag unter „Ergebnisse und Ideen überzeugend kommunizieren″ #Ideenkommunizieren

Und hier geht´s los mit einem Beitrag von Lars Hahn – Entdecker von `Systematisch Kaffeetrinken´und Social Media Enthusiast.

Link zum Beitrag:  Wie Sie Ideen in der Arbeitswelt wirksam umsetzen. Tipps für Mitarbeiter und Chefs.


Und hier geht´s weiter:
 Bloggerin Simone Janson und eine ihrer Autorinnen, Dr. Cornelia Topf, meinen: „Präsentier dich!“

Zum Beitrag geht´s hier:  Präsentier dich!

Der nächste Beitrag stammt vom Unternehmensblog von „MANN + HUMMEL“.
Wir freuen uns über den Beitrag der Autorin Dr. Patrice Meckert mit dem Titel „Ideen erfolgreich vorantrieben – Vier Tipps fürs #Ideenkommunizieren“

Hier geht´s direkt zum Beitrag: Ideen erfolgreich vorantreiben – Vier Tipps fürs #Ideenkommunizieren


Und
: „MANN + HUMMEL“ haben gleich noch einen Beitrag zu unserer Blogparade geliefert – das freut uns sehr!

Hier geht´s zum Artikel von Mirja Vogt: Gefragte Ideen – #Ideenkommunizieren

 

 

 

Der Newsletter für Young Professionals


  • Lars Hahn am 8. Dezember 2015 um 8:39

    Ich hab da meine Ideen zur Blogparade mal kommuniziert. Und zwar hier:
    http://systematischkaffeetrinken.de/2015/12/08/ideen-arbeitswelt-tipps-chefs-mitarbeiter-ideenkommunizieren/

    • Henryk Lüderitz am 8. Dezember 2015 um 22:49

      Hallo Lars,
      vielen Dank für Deinen Beitrag.
      Die unterschiedlichen Perspektiven gefallen mir sehr gut!
      Viele Grüße,
      Henryk

  • Simone Janson am 14. Dezember 2015 um 10:32

    Hallo,
    hier mein Beitrag zu Blogparade http://berufebilder.de/2015/chef-fuehren-praesentieren
    Bitte KEINE Aufnahme ins ePaper. Danke.

    • Henryk Lüderitz am 15. Dezember 2015 um 19:49

      Alles klar, Beitrag ohne ePaper.
      Vielen Dank für den Input… mir gefällt der Ansatz: nicht unerschütterlich, sondern lieber realistisch!!
      Gruß, Henryk L.

  • Ingrid Wittke am 16. Dezember 2015 um 15:50

    Hallo, hier sind unsere Tipps für #Ideenkommunizieren: http://blog.mann-hummel.com/blog/ideen-erfolgreich-vorantreiben-vier-tipps-fuers-ideenkommunizieren/

    • Henryk Lüderitz am 16. Dezember 2015 um 21:26

      Hallo Ingrid,
      vielen Dank für Deinen tollen Input. Das Video von Steven Johnson ist wirklich großartig!!!
      Viele Grüße aus Düsseldorf,
      Henryk

  • Henryk Lüderitz am 8. Dezember 2015 um 22:52

    Sehr gerne!! Bis zum 31.12. warten wir auf spannende Beiträge.
    Viele Grüße,
    Henryk

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