The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Über die Herausforderung, sich ein Profil zu schaffen

It`s all about personality

Ein Beitrag von Meike Kühlkamp

It`s all about you, it`s all about personality – true story. Verschiedene Autoren, verschiedene Quellen, und dennoch ist unsere Message an euch immer die gleiche: Seid irgendwer! Seid da! Zeigt euch!

Wir geben euch Tipps, recherchieren für euch, fragen Profis um Rat und das alles nur aus einem Grund: Ihr seid die Rohdiamanten auf dem Karriereweg und wir wollen euch zum Glanz verhelfen. Unser Credo ist dabei immer ähnlich: Verlasst euch nicht nur auf gute Noten, sondern entwickelt euch.

Entwickelt euch zu starken Persönlichkeiten, auf die man nicht verzichten will. Denn Fakt ist: Ratgeber wie uns gibt es nur, weil die Welt sich verändert hat und mit ihr der Arbeitsmarkt. Gute Noten und ein lückenloser Lebenslauf haben schon lange ihren Charme verloren. Wer`s hat: Gut. Wer sich drauf verlässt: Fail!  Wir wollen alle mehr vom Leben und mehr von unserer Karriere – und dafür müssen wir noch mehr geben – von uns.

Eine Persönlichkeit ist vielseitig. Alle Facetten kennen lernen- dazu braucht es Zeit, Mut und Erfahrungswerte.

 

 

So what do I mean? Ein ganz einfaches Beispiel aus der Uni: Bewerbung um einen Job als studentische Hilfskraft in der germanistischen Fakultät.

  1. Bewerberin: 21 Jahre alt, aufgeschlossen, Arbeitserfahrung in verschiedenen Aushilfsjobs in der Gastro, redegewandt, studiert Germanistik, würde sich selbst aber nicht als besonderer Autor- oder Lyrikfreak bezeichnen.
  2. Bewerberin: 28 Jahre alt, zurückhaltend, leise, bisher keine Nebenjoberfahrungen, studiert leidenschaftlich Germanistik.

Wer bekommt den Job? Die erste Bewerberin! Wie kann das sein? Die zweite Bewerberin ist ein echter Germanistik-Freak, ist bereits 28, warum bekommt sie den Job nicht? Wichtig ist in diesem Fall das Profil der suchenden Dozentin:

Professorin, Dozentin des Bereichs der mündlichen Kommunikation, Leiterin des Hochschulradios, Gastautorin in verschiedenen Fachpublikationen, gibt Kurse in Sprechtechniken.

Eine Frau aus der Praxis, die eine kompetente Hilfskraft an ihrer Seite haben möchte. Dass diese Hilfskraft erst 21 Jahre alt ist und die Germanistik nur mit halbem Herz liebt, ist ihr in diesem Fall egal. Die Dozentin sieht bei ihr die Leidenschaft zum Leben und damit die Fähigkeiten, die jeder Chef bei seinen Angestellten sehen möchte: Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit.

Der kurze aber simple Apell ist deswegen heute schlichtweg: Hört damit auf, verbissen euren Lebenslauf zu schmücken und zu füllen und nehmt euch lieber mal etwas Zeit, euch selbst und euren Charakter stark zu machen!

! Vergleicht euch nicht mit anderen Überfliegern, konzentriert euch auf das, was ihr habt und was ihr seid!

!Verlasst eure alltäglichen Komfortzonen:

Nehmt euch vor, auf der nächsten Party, selbst einmal den ersten Schritt zu machen und auf neue Leute zuzugehen.

Begebt euch doch mal durch einen ehrenamtlichen Job auf unbekanntes Terrain und lernt euch von einer anderen Seite kennen.

Es sind nicht immer die großen, sondern vor allem die kleinen Abweichungen im Leben, die uns formen. Soft Skills werden immer wichtiger auf dem Weg in die große Karriere: Wer als junge Führungskraft agiert, muss ein Vorbild sein und dass nicht nur beruflich, sondern vor allem auch menschlich. Nur wer mit sich selbst zufrieden und ausgeglichen ist, seine Stärken kennt und seine Schwächen bewusst ausgleichen kann, kann andere Menschen, zum Zuhören bewegen und inspirieren. Ein gesundes Gefühl für die eigenen Stärken und Schwächen entwickelt man nur, wenn man sich selbst in unterschiedlichen Facetten erlebt und sich dem Leben stellt. Natürlich kann es Selbstsicherheit geben, wenn man einen umfangreichen Lebenslauf vorlegen kann, wenn man sich vorstellt. Legt man seinen Fokus allerdings nur auf die Gestaltung eines Papiers, läuft man schnell Gefahr, taub für eigentlichen Erfahrungen zu werden, die eine Persönlichkeit prägen.

„Henryk, auch du hast sicherlich einige solcher Erfahrungen und Lebensabschnitte, die deine Persönlichkeit gestärkt haben. Dein Nummer 1 Rat an Young Professionals: Wie werde ich eine starke Persönlichkeit – privat und im Job?“

Einen der besten Ratschläge hast du schon gegeben: Geht raus aus eurer bequemen Alltagswelt und probiert euch aus! Das ist allerdings nur ein Schritt. Der zweite Schritt, der dann folgen muss, ist eine kritische Selbstreflexion, am besten ergänzt durch zusätzliches Feedback eine objektiven Beobachters.

Fragt euch nach einer herausfordernden Zeit: Wie habe ich mich dabei gefühlt? Was war total einfach für mich und was hat mich am meisten Überwindung gekostet?

Die dritte Frage stellt ihr dem objektiven Beobachter. Das kann z.B. ein Arbeitskollege oder guter Freund sein. Fragt ihn: Wie habe ich auf dich in dieser Phase gewirkt und was empfiehltst DU mir?

Besonders die dritte Antwort verlangt euch sicher einiges ab in Bezug auf „konstruktivem Umgang mit Kritik“ ,denn ihr werdet dort bestimmt kein uneingeschränktes Lob bekommen. Darum geht es ja auch nicht. Ihr wollt ja etwas über eure Persönlichkeit erfahren und dazu gehören eben auch die „no go areas“. Habt also Mut und sammelt nicht nur Erfahrungen, sondern zieht auch selbstkritische Schlüsse daraus!

Ich wünsche euch dabei viel Erfolg und stehe gerne mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn ihr mal irgendwo nicht weiterkommt.

Viele Grüße, euer Henryk

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