The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Es beginnt bei dir selbst!

Kämpfe! -Für ein besseres Zeit- und Selbstmanagement!

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

„Ich habe zu viel zu tun & kann daran leider nichts ändern! Ich bin eben fremdbestimmt!“. Diese Aussage höre ich in meinen Seminaren zum Zeit- und Selbstmanagement sehr häufig. Zumindest in der ersten Tageshälfte. Während des Seminars verändert sich die Wahrnehmung meiner Teilnehmer. Sie erkennen, dass sie viel mehr beeinflussen können, als sie bisher geglaubt haben. Damit ist eine wichtige Grundlage entstanden, die den Einsatz von Tools für ein besseres Zeit- und Selbstmanagement überhaupt erst ermöglicht. Wie ihr diesen ersten Schritt zu mehr Zeit und weniger Stress gehen könnt, erkläre ich euch hier…

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Tools für ein besseres Zeit- und Selbstmanagement sind nutzlos

Richtig gelesen! Die besten Methoden und Werkzeuge zur Optimierung eures Zeit- und Selbstmanagement sind nutzlos, wenn ihr dafür nicht die geeigneten Voraussetzungen schafft. Ein Praxisbeispiel: Ihr erstellt euch zum Wochenbeginn eine Eisenhower-Matrix (Klick!), um die anfallenden Aufgaben besser zu strukturieren. Doch leider hält diese Planung nur bis Dienstagnachmittag. Spätestens dann haben Kollegen und Chefs euch so dermaßen mit Terminen zugeschüttet, dass eure Planung komplett torpediert wurde. Das Schlimmste an dieser negativen Erfahrung ist, dass in der Regel die Methode dafür verantwortlich gemacht wird. Schnell steht die vermeintliche Erkenntnis im Raum, dass „dieses Tool für meinen Arbeitsbereich nicht anwendbar ist!“.

Wer mehr Zeit und weniger Stress haben will, muss kämpfen!

Keine Angst, ihr braucht für ein besseres Zeit- und Selbstmanagement nicht unbedingt handgreiflich werden. Ganz bestimmt müsst ihr aber ein paar Ansichten und Glaubenssätze auflösen, die sich hartnäckig halten.
Meine Seminarteilnehmer sind immer wieder erstaunt, wenn jetzt nicht direkt über den engstirnigen und chaotisch organisierten Chef gesprochen wird. Über den Chef und seine Ansichten sprechen wir später. Zuerst gilt es, bei sich selbst zu überprüfen, mit welchen Denkmustern man sich das Arbeitsleben schwer macht.

Tödliche Denkmuster

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Damit meine Teilnehmer ihre eigenen „tödlichen Denkmuster“ entdecken, mache ich folgende Übung, die ihr gerne ebenfalls probieren dürft:
Versucht gedanklich mal zu der letzten Stresssituation zurückzukehren. Wie hat die Situation begonnen? Was ist also in den ca. 30 Minuten davor passiert? Und als ihr den Stress so richtig gefühlt habt, welche Gedanken sind euch dabei durch den Kopf gegangen?

Die häufigsten Gedanken sind: Du musst 100% geben! / Du musst stark sein! / Du musst schnell sein! / Du musst es allen recht machen!

Auf jeden Fall sind es Gedanken, die euch „zwingen“ bzw. antreiben. Deshalb werden diese Gedanken auch „Antreiber“ genannt.

Denkmuster aufbrechen

Habt ihr jetzt einen oder mehrere dieser Antreiber bei euch entdeckt? Prima, dann beginnt jetzt der erste Kampf für euch. Versucht doch mal einen Satz zu formulieren, der genau das Gegenteil von eurem Antreiber ist. Ein Beispiel: Wer den Satz „Ich muss immer 100% geben!“ denkt, der kann sich folgenden Satz notieren: „Ich darf auch mit 80% zufrieden sein!“. Wenn ihr euch diesen Satz notiert, z.B. auf einem Post-it, könnt ihr in der nächsten Stresssituation einfach mal draufschauen und kurz auf euch wirken lassen. Ihr werdet merken, dass eure Denkmuster nach und nach aufgebrochen werden!

Denk-Mutigen gehört die Welt!

Als Young Professionals und junge Führungskräfte wollt ihr etwas bewegen. Ihr wollt innovativ sein und neue Wege gehen. Dann fangt doch mal bei euch selbst an. Hinterfragt eure negativen Glaubenssätze und stellt euch dem Kampf mit euch selbst. Nur wenn es euch gelingt, im Kopf die ersten Hürden zu überwinden, könnt ihr ernsthaft über den Einsatz von weiteren Tools zur Optimierung eures Zeit- und Selbstmanagement nachdenken.
Ich drücke euch dafür die Daumen und bin gespannt, welche Ergebnisse und Erfahrungen ihr damit so macht. Welche tödlichen Denkmuster habt ihr an euch entdeckt? Schreibt mir gerne hier eure Anmerkungen, Erfahrungen und Ideen.

Euer Henryk Lüderitz

"The Young Professional"
gibt es jetzt auch als Podcast.

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