The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


So schaffst du den nächsten Karriereschritt

Kompetenz reicht nicht aus – Karriereturbo Selbstmarketing

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

Wer glaubt, dass Kompetenzen und gute Ergebnisse für eine Karriere ausreichen, liegt leider falsch. Es sind gute Grundlagen. Entscheidend für eure Karriere ist jedoch einzig und allein eure Bekanntheit. Wer den Karriereturbo zünden möchte, ist damit zwangsläufig auf Selbstmarketing angewiesen. Wie das ganz einfach und sogar sympathisch geht, zeige ich euch hier.

 

Ohne Werbung geht heute nix!

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„Ohne Werbung wäre ich heute Millionär!“ Jean Paul Getty (Milliardär)

Dass ein Geschäft ohne Werbung auskommt, ist reine Illusion. Selbst erfolgreiche Marken, wie Apple, Amazon, Mercedes & Co. greifen regelmäßig auf Werbung zurück. Meistens löst das Wort „Werbung“ einen Reflex der Abneigung aus. Ausgelöst von Erinnerungen an alte, aggressive Vertreter, die versuchen ihren Fuß in die Tür zu bekommen. Diese Zeiten sind heute längst vorbei. Im TV ist Werbung schon lange bunt, unterhaltsam und mit cooler Musik untermalt. Schon fast ein kleines Erlebnis. Aggressive Preisansagen und plumpe Botschaften gibt es, wenn überhaupt, nur noch vereinzelt und für eine spezielle Zielgruppe. Der Gewohnheitsreflex führt dazu, dass Werbung auch in den Job gehört. In Form des Selbstmarketings trägt sie dazu bei, dass eure Chefs euch als Leistungsträger wahrnehmen.

 

Fehler im System

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Mindestens die Philosophen dürften sich an meinem letzten Satz stören. In welcher verkehrten Welt muss der Mitarbeiter um Aufmerksamkeit buhlen. Warum sieht der Chef denn nicht von ganz allein, welcher Mitarbeiter gute Leistung bringt? Bei diesem Vorwurf bin ich völlig bei euch. Als Management Trainer und Business Coach für (junge) Führungskräfte ist es mir ein grundsätzliches Anliegen, dass Chefs lernen, ihre Mitarbeiter wahrzunehmen. Mit der hohen Kunst der Wertschätzung und des Lobes wage ich manche Führungskräfte (noch) gar nicht zu konfrontieren. Das ist traurig, aber ich kann ja auch (noch) nicht überall sein. 😉
So berechtigt die Kritik an der mangelnden Aufmerksamkeit der Chefs ist, so töricht wäre es, diesen Sachverhalt einfach so hinzunehmen. Die Lösung ist kurzfristig ganz einfach. Wenn euer Chef euch nicht von allein sieht, sorgt dafür, dass ihr ihn seht und von eurer Leistung berichtet.

Wie soll ein Mitarbeiter befördert werden, der völlig unbekannt ist?

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Klingt ulkig, ist in der Praxis aber häufig so, dass Chefs die höchsten Arbeitsergebnisse (er)kennen, nicht aber die Personen dahinter. Tatsächlich haben viele Chefs einen eingeschränkten Blick auf ihr Umfeld. Es hagelt Eskalations-Mails im Stundentakt. Geschrieben wird in der Regel über Probleme, Budgetlücken und Projektverzüge. Gute Neuigkeiten erreichen Chefs recht selten. Zumindest war das bei mir so, als ich als Führungskraft bei Vodafone war.
Asche auf mein Haupt, dadurch habe auch ich nicht immer alle Mitarbeiter gesehen. Übersehen habe ich im Sturm der Bad-News nämlich die Mitarbeiter, die mehr oder weniger unauffällig für einen stabilen Lauf meines Geschäfts gesorgt haben. So ehrenhaft es ist, wenn ein Mitarbeiter im Büro hinten rechts einen guten Job macht, solange es keiner sieht, verschenkt er sein Potenzial.

 

Kein Karriereturbo ohne Leistung

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Selbstmarketing kann allerdings nur dann zum Karriereturbo werden, wenn auch echte Leistung vorhanden ist. Konsumenten sind auch sauer, wenn ihnen die Verpackung etwas verspricht, was vom Inhalt nicht gehalten wird. Ihr dürft also keinesfalls zu einer Mogelpackung werden. Selbstmarketing wird nämlich genau dann als unsympathisch und aufdringlich wahrgenommen, wenn heisse Luft als tolle Leistung verkauft werden soll. Die Grundregel lautet daher, die eigene Leistung stabilisieren und ausbauen, danach mit dem Selbstmarketing beginnen. Wie das ganz einfach geht, zeige ich euch hier…

 

Selbstmarketing für die Praxis

Damit eure Selbstmarketingkampagne wirklich zum Karriereturbo wird, habe ich euch hier vier Schritte zusammengestellt, die sogar von etwas schüchterneren Young Professionals gut umgesetzt werden können.

1. Überhaupt mal sichtbar werden

Im ersten Schritt empfehle ich zurückhaltenden Young Professionals, sich überhaupt mal zu zeigen. Das muss noch nichtmal gegenüber dem Chef sein. Es reicht, im Team selbst etwas aktiver zu werden. Geht daher im ersten Schritt mit den Kollegen in die Kantine, beteiligt euch an dem Kaffee vor der Arbeit und nehmt an Veranstaltungen teil. Zusätzlich empfiehlt es sich, im Team aktiv den Kollegen die eigene Hilfe anzubieten. Besonders dann, wenn der Kollegen an etwas arbeitet, was dem Chef vorgelegt werden soll. Ihr seid dann zwar „nur“ in der zweiten Reihe, aber zumindest schonmal mit dabei!

2. Über das Team hinaus bekannt werden – „Passives Selbstmarketing“

Habt ihr im Team eine etwas aktivere Rolle übernommen, gilt es euren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Nehmt dazu Kontakt mit den Teams auf, mit denen ihr zusammenarbeitet. Fragt dort beispielsweise gezielt nach, wie ihr die Zusammenarbeit weiter verbessern könnt. Von diesen Maßnahmen erfährt euer direkter Vorgesetzter zwar nicht unmittelbar, aber über Dritte. Ich nenne diesen Weg „passives“ Selbstmarketing. Ganz ähnlich funktioniert Guerilla-Marketing. Lasst euch dazu mal von DHL inspirieren.

3. Die eigene Leistung verständlich und kompakt beschreiben

Wenn ihr im nächsten Schritt zum aktiven Selbstmarketing übergeht, braucht ihre eine verständliche Kommunikation. Ihr wisst ja bereits, Chefs haben wenig Zeit und sind auf „Bad-News“ eingestellt. Daher muss die Info zu eurer Leistung genau das Gegenteil sein. In wenigen Minuten einfach und angenehm zu konsumieren. Im besten Falle sogar noch mit einer unterstützenden Grafik auf einer DIN-A4 Seite. Also der typische „one-pager“. Eine Vorlage dazu bekommt ihr in meinem kostenlosen Webinar. Hier geht es zur Anmeldung.

4. Regelmäßige „Good-News“

Habt ihr eure Leistung kompakt und verständlich beschrieben, muss sie nur noch regelmäßig beim Chef ankommen. Ich empfehle dazu im ersten Schritt die E-Mail. Das geht einfach und funktioniert auch für Anfänger des Selbstmarketing prima. Als Rhythmus hat sich ein wöchentliches Update bei mir immer sehr gut gemacht. Wenn ihr diesen Schritt weiter ausbauen wollt, könnt ihr irgendwann das Update auch persönlich mit dem Chef besprechen.

 

Bekanntheit und persönliches Image machen bis zu 90% der Karriere aus

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Wenn ihr eure Bekanntheit im Unternehmen erhöht, steigt damit nicht nur die Chance auf eine tolle Karriere. Das Risiko, ein schlechtes Image zu verbreiten wächst gleich mit. Ein persönliches Image hat jeder von uns, da es die Summe sämtlicher von außen wahrgenommener Eindrücke ist. Zusammen mit der eigentlichen Bekanntheit führt es zu einem Bild, das euer Umfeld von euch hat. Das kann im besten Falle förderlich für die Karriere sein, aber auch schwer nach hinten losgehen. Damit euer Image zusammen mit der Bekanntheit zu einem echten Karriereturbo wird, habe ich auch dazu ein kostenloses Webinar für euch. Hier geht es zur Anmeldung.

 

Eure Meinungen und Erfahrungen

Jetzt interessiert mich natürlich eure Meinung und eure Erfahrungen mit dem Thema der Selbstvermarktung. Wie habt ihr Karriere gemacht? Kennt ihr Selbstmarketing-Experten, die es schon richtig weit gebracht haben?
Ich freue mich auf eure Kommentare, Fragen und Hinweise.
Viele Grüße,

Henryk


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