The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Vegane Karriere - ohne Schweinehund!

So besiegst du deinen inneren Schweinehund

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

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Wer von euch hat sich in den letzten 5 Tagen vom inneren Schweinehund besiegen lassen? Vielleicht warst du, lieber Leser, ja auch dabei. Damit diese Niederlagen nicht zur lästigen Gewohnheit werden, stelle ich euch hier eine Strategie vor, die bei mir und meinen Seminarteilnehmern sehr gut funktioniert.

Hier findet ihr den Podcast zum heutigen Artikel.

Woran erkennt man den inneren Schweinehund?

So witzig das Bild vom Schweinehund aussehen mag, so schwierig ist er im Alltag zu erkennen. Er kommt nämlich ganz unauffällig daher. Häufig versteckt er sich in Sätzen wie:

„Ach, das passt morgen viel besser in den Tagesplan.

„Mir ist heute einfach nichtmehr nach XY, dass erzeugt nur negative Energie – Freitag ist perfekt dafür!“.

Ihr merkt, er versteckt sich gerne in Aussagen, die sogar ein positives Selbstmanagement unterstellen. Der positiven Energie des herannahenden Feierabends setzt doch kein vernünftiger Mensch ein Ende! ;-).

Mein Tipp:

Schaut am Ende einer Woche mal selbstkritisch zurück und fragt euch, wie oft ihr innerhalb der Woche auf die Aussagen des Schweinehunds gehört habt. Selbstverständlich können diese Entscheidungen hin und wieder sogar richtig sein. Deshalb sind 1-2 Aufschübe pro Woche auch noch relativ unkritisch. Sind es aber 1-2 pro Tag, solltet ihr dem Schweinehund den Kampf ansagen. Folgende Strategie haben viele meiner Seminarteilnehmer deshalb bereits erfolgreich eingesetzt:

Die Konsequenzen des Handelns bewusst machen

 

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Abgeschaut habe ich mir diese Strategie von dem Gesundheitsministerium (oder wer auch sonst dafür sorgt, dass die hässlichen Bilder auf den Zigarettenpackungen sind). Auch als Nichtraucher bin ich an Tankstellen immer wieder von den schlimmen Bildern auf den Zigarettenpackungen geschockt. Die Botschaft ist klar: Diese kleinen „Vergnügen“ bescheren dir irgendwann DAS! Diese Strategie setzt darauf, dass wir Menschen aus kleinen und häufigen Entscheidungen nur ganz selten einen großen Zusammenhang erschließen können. Eine Zigarette tötet (meistens) eben nicht. Genauso wie eine Plastikverpackung alleine, nicht den gesamten Ozean verschmutzt. Das Entscheidende ist am Ende die Masse!
Was bei uns Menschen besser und verständlicher ankommt: Die Konsequenzen des Handelns zu zeigen. Die Konsequenzen zeigen uns in dem Fall die Bilder auf den Packungen. Nämlich:

Rauchen führt zu hässlichen Erkrankungen und dem Tod.

Ich bin gespannt, wann auf Plastikflaschen Bilder vom verschmutzten Ozean zu sehen sind 😉

Wie du das für dich nutzen kannst

Die Kraft der Bilder hat auch auf den inneren Schweinehund eine abschreckende Wirkung. Du kannst also Dinge, die du vermeiden oder erreichen möchtest, als „Motivations-Bild“ nutzen. Wenn du beispielsweise 15kg abnehmen willst, kannst du ein Bild von dir auf einen athletischen Körper montieren und neben deine Laufschuhe kleben. Andererseits kannst du dein Bild auch so bearbeiten, dass du extrem übergewichtig wirkst. Dieses Bild klebst du von innen an die Schranktür, in der die Süssigkeiten versteckt sind. So kannst du den Effekt von Bildern und Konsequenzen positiv zur Motivation und negativ zur Abschreckung nutzen.

Humor und Kreativität

In meinen Seminaren habe ich schon die witzigsten Ideen bei den Teilnehmern gesehen. Besonders wirkungsvoll ist diese Strategie, wenn ihr sie mit etwas Humor kombiniert. Ein Teilnehmer hat sich mit einem Foto-Tool eine Halbglatze verpasst und auf ein „Stromberg-Bild“ montiert. Damit hat er sich jeden Morgen zu einem Rundgang durch sein Team „gezwungen“, um kein Chef wie Stromberg zu werden. Deiner Kreativität sind bei den Bildern natürlich keine Grenzen gesetzt!

Eure Erfahrung mit dem Schweinehund

Wie geht ihr mit dem inneren Schweinehund um? Behandelt ihr ihn gut oder habt ihr ihn schon lange zum Teufel geschickt? Und wenn, wie ist es euch gelungen?
Schreibt mir gerne hier, ich freue mich auf eure Erfahrungen.
Euer Henryk

"The Young Professional"
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