The Young ProfessionalDas Online-Magazin für junge Talente von Henryk Lüderitz


Was vielen Young Professionals und junge Führungskräften fehlt

Methodenkompetenz – diese Tools braucht jede Führungskraft

Ein Beitrag von Henryk Lüderitz

Ist Erfolg wirklich planbar und durch harte Arbeit zu erreichen? Sagen wir es mal so, ohne Plan, geeignete Tools und Arbeit wäre Erfolg pures Glück. Wer sich für einen Lebensabend unter Palmen auf Glück allein verlassen will, der sollte Lotto spielen. Wem die Chance von 1: mehreren Hundert Millionen jedoch zu unsicher ist, der arbeitet lieber an der eigenen Karriere. Dort zahlt sich der Einsatz von Methodenkompetenz zwar nicht (wie beim Lotto) mit einem Schlag aus, vielmehr ermöglichen die wichtigsten Arbeitsmethoden einen konstanten Karriereweg. Welche Methoden ihr braucht, um als Führungskraft & Young Professional erfolgreich zu sein, erfahrt ihr hier…

 

Methodenkompetenz vs. Fachkompetenz

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte

Ich höre schon förmlich die ersten Einwände der Beratungsresistenten. „Wer Fachwissen besitzt, braucht keine Methodenkompetenz!“ Klingt exotisch, ist aber noch in vielen Köpfen als krummer und karrierehinderlicher Gedanke vorhanden. Deshalb hier vorab ganz deutlich: Selbstverständlich ergänzen sich Fach- und Methodenkompetenz. Sie sind sogar aufeinander angewiesen, denn ohne den jeweiligen Partner verkommen sie zur Nutzlosigkeit. Fachkompetenzen bilden das Grundwissen, um fachliche Aufgaben im Job lösen zu können. Die Arbeitsmethoden die genutzt werden, um das Fachwissen anzuwenden und auszubauen, sind die Methodenkompetenzen. Also nochmal ganz kurz, knapp und deutlich: Ohne Fachwissen brauche ich keine Methodenkompetenz und umgekehrt.
Fachwissen hängt also ganz stark vom Job ab, der zu erledigen ist. Es lässt sich daher auch nicht generalisieren. Ganz anders sieht es bei der Methodenkompetenz aus. Mit einem Set von Basiskompetenzen lassen sich beinahe alle Jobs erfolgreicher absolvieren.

 

 

Die Zukunft gestalten, statt abzuwarten, was passiert – Stichwort: Strategisches Management

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte

Als Young Professionals und (junge) Führungskräfte wollt ihr Dinge verändern. Ideen nach vorne bringen, die Entwicklung der Zukunft mitgestalten. Dafür benötigt ihr das wichtigste Tool im Werkzeugkasten von Menschen, die etwas bewegen wollen. Es geht um den korrekten Umgang mit Visionen, Strategien und Zielen. Ich weiß aus meiner eigenen Konzernerfahrung, dass diese Begriffe auch prima ins „Bullshit-Bingo“ passen. Dort landen sie aber nur durch die Stümper, die damit nur angeben wollen, aber keinen Plan haben, was sie da eigentlich gerade reden. Als Profis darf euch dieser Fehler niemals unterlaufen. Ich empfehle euch ganz klar, euren Ideenschwall in die richtigen Bahnen zu leiten. Fragt euch selbst, wie soll die Zukunft von mir / meinem Team in 5 Jahren aussehen? Und auf welchen Wegen können wir dahin kommen? Die letzte Frage ist dann quasi die „To-Do-Liste“ eurer Strategie. Sie gibt vor, welche Schritte / Ziele ihr im kommenden Jahr auf dem Weg zur Vision erreichen wollt. Ihr merkt, strategisches Management kann ganz einfach sein.

 

Das Ruder fest im Griff halten, egal was passiert – Stichwort: Selbstmanagement

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte, Selbstmanagement

Zugegeben, Selbstmanagement ist so, als würde ich Deutschland mit dem Wort „Europa“ beschreiben wollen. Ziemlich dehnbar und unkonkret. Daher beschränke ich mich hier auf die absoluten „Must-Have“-Elemente dieser Fähigkeit. Was bringen dem Young Professional die besten Visionen und Strategien, wenn er sie in der operativen Hektik aus den Augen verliert. Als Führungskraft habe ich Mitarbeitern, die sich verzettelt haben und einen Terminaufschub von mir wollten, folgende Frage gestellt. „Was ist dein Ziel für diese Woche? / Was musst du unbedingt bis zum Ende der Woche erreichen?“ Wenn ihr es nicht schafft, eure Jahresziele weiter herunterzubrechen, verschwendet ihr Energie. Ihr seid dann zwar ständig unterwegs, leistet aber nicht das, was ihr euch ursprünglich mal vorgenommen habt. Nur wenn ihr halbwegs klar wisst, was am Ende einer Woche als Ergebnis stehen soll, könnt ihr das tägliche Chaos dagegen abwägen und die richtigen Prioritäten setzen.

 

Das Umfeld im Blick haben und netzwerken – Stichwort: Wertschätzung & Vertrauen

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte, Selbstmanagement

Egal, ob ihr als junge Chefs Mitarbeiter führt oder als Young Professional Teil eines Team seid, ihr lebt von euren Kontakten. Ich meine damit nicht den berühmten „Klüngel“ oder Vitamin-B. Bevor ihr überhaupt zum Luxus kommt, über den Einsatz von Vitamin-B nachdenken zu können, müsst ihr erstmal die Grunddisziplin meistern. Die Basis von einem brauchbaren Netzwerk besteht darin, die Kollegen bewusst wahrzunehmen und sich (ernsthaft) für ihre Belange zu interessieren. Wer im Smalltalk versiert ist, dem fällt der Kontaktaufbau relativ leicht. Wichtiger als das unverfängliche Gespräch ist jedoch der Aufbau von Wertschätzung und Vertrauen. Dazu gilt es sich die Dinge zu merken, die eure Kollegen aktuell bewegen. Das können private oder berufliche Ereignisse sein. Vom Lieblingsverein über Kinderkrankheiten bis hin zur abgelehnten Beförderung. Wer einen draufsetzen möchte, merkt sich sogar die Entwicklung der einzelnen Themen. Damit ist stille Bewunderung und gegenseitiges Vertrauen fast garantiert.

 

Kollegen und Mitarbeitern Orientierung geben – Stichwort: Feedback geben

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte, Selbstmanagement, Wertschätzende Führung, Feedback geben

Auch bei diesem Tool spielt es keine Rolle, ob ihr Mitarbeiter führt oder in einem Team arbeitet. Selbstverständlich ist Feedback vom Chef noch eine andere Sache, als auf Augenhöhe in einem Team. Was gleich ist, ist die Fähigkeit Abläufe in eurem Umfeld objektiv wahrnehmen und bewerten zu können. Hinzu kommt die kommunikative Fähigkeit, diese Beobachtung möglichst konstruktiv mit dem betroffenen Kollegen oder Mitarbeiter zu teilen. Im besten Fall wird diese Beobachtung mit einem Hinweis oder einer konkreten Zielstellung abgeschlossen. In der Praxis können die Anlässe dafür positiv und negativ sein. Ich plädiere in Seminaren immer wieder dafür, dass Führungskräfte sich zur neutralen Beobachtung zwingen müssen. Wenn beispielsweise seit Wochen alles schief läuft, muss ich als Chef oder Kollege trotzdem auch positive Ereignisse sehen können.

 

Wie Young Professionals & junge Chefs die Methoden im Blick behalten – Praxistipp

Methodenkompetenz, Young Professionals, junge Führungskräfte, Management Trainings, Business Coaching, Business Coaching Düsseldorf, Experte für junge Führungskräfte, Selbstmanagement, Wertschätzende Führung, Feedback geben

Bestimmt habt ihr bei einer oder mehreren Methoden kopfnickend vor diesem Artikel gesessen. Und gleichzeitig gedacht, „Trotzdem schaffe ich es nicht, das in meinen Arbeitsalltag zu integrieren!“. Richtig? Zugegeben, wenn ich kein Hilfsmittel hätte, würden mir diese Methoden auch immer wieder aus dem Blick geraten. Deshalb behelfe ich mir seit Jahren mit ein paar einfachen Vorlagen, die ich mir in mein Notizbuch kritzel.
Vor ein paar Wochen ist in einem meiner Seminare daraus eine Idee entstanden, die ich gerne mit euch teilen möchte. Ich habe mir überlegt, diese Vorlagen in einer Art „Workbook für Young Professionals“ anzubieten. Dafür arbeite ich aktuell daran, wie sich die oben beschriebenen Tipps in einem Buch so abbilden lassen, dass IHR damit so gut arbeiten könnt, wie ich es mit meinem Gekritzel kann. Als treue Leser möchte ich euch aber noch mehr anbieten. Mir ist wichtig, von euch zu erfahren, welche weiteren Tools und Methoden ihr euch in einem solchen Workbook / strukturiertem Notizbuch wünscht? Was muss aus eurer Sicht unbedingt mit hinein und wie sollte es dargestellt sein?

Schreibt mir ganz einfach eure Ideen und Vorschläge hier als Kommentar. Das Ganze lohnt sich natürlich auch für euch. Sobald das Buch fertig ist, verlose ich insgesamt 10 Exemplare unter allen, die ihre Vorschläge eingebracht haben. Also, sagt mir, was euch im Leben eines Young Professionals fehlt..

Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch eine erfolgreiche Zeit.
Euer Henryk


  • Felizitas Höhn am 20. April 2018 um 8:43

    Hallo Henryk,

    lieben Dank für deine Anregungen in deinem Artikel. Aus meiner Sicht zeigst Du hier wichtige Stellschrauben auf, die eine zielgerichtete Mitarbeiterführung und/oder Karriereplanung erfolgreich unterstützen!
    Ich nutze seit einiger Zeit das sogenannte Zielkreuz. Primär hilft es dabei, die Aufgabenstellung klar zu formulieren. In der Praxis musste ich feststellen, dass jene sowohl von Aufraggeberseite als auch intern durch den Vorgesetzten nicht immer eindeutig und vollständig vorliegt. Um Missverständnisse zu vermeiden und Klarheit in die Aufgabe zu bringen, nutze ich gerne das Zielkreuz zu Beginn eines neuen Projekts. Dieses Tool hilft mir jedoch nicht nur bei der Auftragsklärung mit meinem Vorgesetzten oder Kollegen, es lassen sich auch Unterziele und somit weitere Aufgabenpakete ableiten. In abgespeckter Variante kann es auch dazu genutzt werden, Meetings effizienter zu gestalten und sicherzustellen, dass alle wissen auf welches Ergebnis in diesem Termin hingearbeitet wird bzw. wann das Meeting als erfolgreich abgeschlossen wird (messbar durch festgelegte Kriterien).
    Mir hilft dieses Tool sehr in einer Arbeitswelt, die sich durch Komplexität, Vielfalt und Schnelligkeit ausdrückt und in der Aufgaben möglichst effizient und ganzheitlich bearbeitet werden müssen. Vielleicht passt dieses Tool in Dein „Workbook für Young Professionals“ und hilft auch anderen dabei ihre Aufgaben gut zu durchleuchten? Ich würde mich jedenfalls darüber freuen, wenn ich das Zielkreuz dort finden würde!

    Herzlichste Grüße
    Felizitas

    • Henryk Lüderitz am 20. April 2018 um 20:57

      Hallo Felizitas,
      vielen dank für deine tolle Idee. Per Mail habe ich schon zwei weitere Vorschläge zur Optimierung von Meetings bekommen. Das Thema scheint also zu brennen 😉
      Den Ansatz von dir mit dem Zielkreuz finde ich sehr interessant.
      Vielen lieben Dank nochmal und dir ein schönes Wochenende, viele Grüße,
      Henryk

  • Carsten B. am 26. April 2018 um 17:44

    Hallo Hendryk,

    zunächst vielen Dank für den interessanten Beitrag. Von meiner Seite zu zwei Punkten mein Feedback:
    1. Ich versuche mein Zeitmanagement mit dem Eisenhower-Einsatz zu bewerkstelligen. Wichtige und dringende Sachen mache ich selbst, wichtige aber nicht dringende Aufgaben werden auf Termin gelegt, unwichtige aber dringende Aufgaben delegiere ich gerne und was weder wichtig noch dringend ist schiebe ich auf die lange Bank.
    2. Ich finde es im Rahmen der Mitarbeiter ganz wichtig die Leute früh mit ins Boot zu holen. Ich arbeite in einem sehr konservativen Unternehmen, wo gerne Aufgaben verteilt werden ohne dass die betroffenen Mitarbeiter abgeholt werden. Ein solches Verhalten schlägt sich in meinen Augen auf die Motivation der Mitarbeiter durch.

    Schöne Grüße
    Carsten

    • Henryk Lüderitz am 29. April 2018 um 19:15

      Hallo Carsten,
      vielen Dank für dein Lob und die tollen Ergänzungen. Eisenhower wird ganz bestimmt mit im Buch enthalten sein. Den zweiten Punkt „Kommunikation Chef-MA“ finde ich sehr interessant und überlege mir dafür ein hilfreiches Tool.
      Vielen Dank & beste Grüße,
      Henryk

  • Sarah am 27. April 2018 um 8:45

    Hallo Henryk,
    Feedback geben ist gar nicht so einfach. Wir nutzen dafür das www Feedback. Dieses kommunizieren wir allerdings in jede Richtung, also auch dem Vorgesetzten gegenüber. Dennoch ist es gar nicht so einfach das Feedback klar und sachlich zu kommunizieren. Gerade für junge Führungskräfte kann es eine Herausforderung sein, die Emotionen rauszulassen. Diese Methode hilft aber wirklich in jeder Lage (auch privat). Ich würde mich freuen von dir zu hören, wie du das Thema siehst und vor allem ob du Tipps in deinem Workbook aufnehmen kannst, dass das Feedback geben an sich leichter fällt. Schönes Wochenende und Gruß aus Hamburg,
    Sarah

    • Henryk Lüderitz am 29. April 2018 um 19:14

      Hallo Sarah,
      vielen Dank für deinen Input zum extrem wichtigen Thema „Feedback“. Dazu habe ich mir schon sehr viele Gedanken gemacht und finde deinen Hinweis „Feedback auch gegenüber dem eigenen Chef“ sehr hilfreich. Wie man Feedback leichter und sachlicher machen kann, habe ich mir auch schon überlegt… bin mal gespannt, wie es ankommt.
      Mit besten Grüßen,
      Henryk

  • Simon Ruckstuhl am 27. April 2018 um 10:57

    Hallo Henryk

    Ich verwende gerne das Eisenhower Prinzip um die vorliegenden Aufgaben einteiolen zu können und mir damit die Ziele schritt für Schritt aufzeigen zu können. So kann ich aus einer grossen Aufgabe kleine Bestandteile so priorisieren, dass ich am Ende eine machbare Kette von Arbeiten erhalten, die ich entweder selber erledige, oder weitergeben kann.

    Essentiell finde ich auch immer das Paretto Prinzip im Hinterkopf zu halten. So spare ich extrem viel Zeit, das ich bei unnötigem verplempern würde (gehört für mich siche rin das Buch).

    Gruss
    Simon

    • Henryk Lüderitz am 29. April 2018 um 19:11

      Hallo Simon,
      vielen lieben Dank für deine hilfreichen Ergänzungen. Ich bin ebenfalls ein großer Fan vom Pareto-/Eisenhower-Modell und habe sogar schon eine Idee, wie ich es mit ins Buch bringen kann.
      Mit besten Grüßen,
      Henryk

  • Kommentieren